Vom Rebschitt bis zur Ernte

Das Winzerjahr beginnt nach dem ersten Frost. Oder endet es da…?

Gedanken zum Weinjahr im Hause Braunstein:

Der Winter steht für Rückzug, Kräfte sammeln und bündeln. Die Landschaft zeigt sich im braunen, kargen Kleid. Scheinbar ruht die Natur. Doch sammelt sie bereits Reserven, Informationen für die nächste Saison. Für uns heißt es daher die erste Maßnahme zur Qualitätssicherung zu setzen, der Rebschnitt steht an.

Seit über 7 Jahren praktizieren wir den sanften Rebschnitt. Jede einzelne Pflanze wird auf Grund Ihrer Wachstumskraft, des Wasserflusses und ihrer individuellen Tendenz geschnitten. Ziel ist es, gesunde und alte Reben aufzubauen, die uns qualitativ hochwertige Trauben liefern.

 

Der Frühling steht für Erwachen, Wachstum und Hinausstreben. Wir säen Kräuter ein,  die uns die Pflanzenvielfalt zwischen den Weingartenreihen ermöglichen, sprühen zur Stärkung Brennnesseltee, das biodynamische Präparat 500 (=Kuhhornmist Präparat) und präsentieren die neuen Weißweine. Die Ruten werden an das Drahtgerüst gebunden und die wild gewachsenen Triebe vom Stamm abgeputzt. Alles natürlich händisch, denn schon alleine die bewusste und genaue Handarbeit garantiert zu 60 Prozent den Erfolg der biologischen Produktion.

Im Sommer werden die Sonnenstrahlen konzentriert gebündelt. Wir stricken die Blätter in das Drahtgerüst. Jedes Blatt wird besonnt und funktioniert somit als kleine Photovoltaik Anlage, die die Rebe ausreichend mit Energie versorgt und den Trauben Zucker liefert. Ackerschachthalmtee, sowie das Präparat 501 (Kuhhornkiesel Präparat) stärken die Struktur, Abwehrkraft und Konzentration. Kamillentee beruhigt bei Hitze, Baldrian schützt vor etwaigem Hagel. Der kraftvolle Reserve-Rotwein wird in diesen Sommermonaten abgefüllt und darf dann weitere 2 Jahre im kühlen Keller in der Flasche reifen. Die Fülltermine sind nach dem biodynamischen Mondkalender von Maria Thun abgestimmt.

Der Herbst bringt uns die Ernte, alles was wir gesät, wofür wir gearbeitet haben, darf nun eingebracht werden. Gespannt erwarten wir den Ausgang des Jahrganges, der dann schlussendlich  von den Witterungsverhältnissen bestimmt wird.  Im Keller wird darauf Wert gelegt, dass die Weine bewusst und behutsam begleitet werden. Der Jahrgang soll eingefangen werden in seiner Ausprägung und als Zeichen von echter Handwerksarbeit, ungeschminkt und ehrlich. Köstlich und wohl schmeckend, so sollen die Weine sein aus dem Hause Braunstein sein. Botschafter echter Freude, gelebter Freude.

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